Förderung der strukturellen Durchlässigkeit im Sozial- und Gesundheitssektor: Entwicklung, Erprobung und Evaluierung von ECTS-relevanten Schulungskonzepten

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29. Juni 2017: Abschlusstagung der 1. Wettbewerbsrunde - BEST WSG wird positiv erwähnt

Die 1. Wettbewerbsrunde des Bund-Länder-Wettbewerbs “Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen” (2011-2017) und damit auch das Projekt BEST WSG kommen Ende September zum Abschluss. Wie der Titel „Stand und Perspektiven für die nachhaltige Etablierung" suggeriert, ging es auf der am 29. Juni in Berlin durchgeführten Abschlusstagung vor allem darum, Bilanz zu ziehen und Zukunftsaufgaben aufzuzeigen.

Die Tagung wurde durch drei Vorträge eröffnet, welche die Frage „Was bleibt und wie geht es weiter?“ in Bezug auf die wissenschaftliche Weiterbildung aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchteten. So betonte Frau Prof. Dr. Johanna Wanka, Bundesministerin für Bildung und Forschung, die zentrale Bedeutung der nachfrageorientierten wissenschaftlichen Weiterbildungsangebote für die Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen. Sie erwähnte zudem das BEST WSG Projekt als gelungenes Beispiel für die Entwicklung innovativer Weiterqualifizierungsformen im Sozial- und Gesundheitswesen. Als Zukunftsaufgabe für die öffentliche Hand sieht sie u. a. die Unterstützung der Hochschulen, damit diese die Weiterbildung als selbstverständliches Angebot etablieren können.

Während Frau Prof. Dr. Eva Quante-Brand, Vorsitzende der gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK), eher die positiven Aspekte des Wettbewerbs unterstrich, da dieser mit einem besonders umfangreichen Fördervolumen die „Schaffung von Strukturen für lebenslanges Lernen“ an zahlreichen Hochschulen in Deutschland unterstützt (hat), warf Herr Prof. Dr. Hermann Schumacher, Vertreter des OH-Netzwerkes „Hochschulleitungen“, einen erfrischend konstruktiv-kritischen Blick auf die bisherigen Ergebnisse des Wettbewerbs sowie auf die Herausforderungen für deren Nachhaltigkeit. So nannte er als Chancen den gestiegenen Stellenwert der Hochschuldidaktik bzw. der zielgruppenspezifischen Didaktik, die Digitalisierung und die Modularisierung der Weiterbildung. Als künftige Herausforderung sieht er vor allem die Finanzierung – sowohl auf der Seite der Hochschulen, die die Kostendeckung der neuentwickelten Angebote nach Ende der Förderung sichern sollen, als auch auf der Seite der Zielgruppen, die sich berufsbegleitende Weiterbildungsangebote nicht unbedingt leisten können.

Im Anschluss an die drei Eröffnungsvorträge konnten sich die 26 Projekte der ersten Wettbewerbsrunde an Projektständen und in Workshops vorstellen. Das Projekt BEST WSG war als Verbundteam vertreten und präsentierte die Projektergebnisse anhand eines sog. "ePoster", das vom Team des koordinierenden Partners, der Fachhochschule der Diakonie Bielefeld (FHdD), erstellt wurde. Weitere Informationen zum ePoster und den vorgestellten Themen finden Sie auf der Seite der FHdD unter www.offene-fh.de/.cms/293-1-185.

Die Tagung fand im feierlichen Ambiente in der Hauptstadtrepräsentanz der Deutschen Telekom AG statt. Die Bilanz der 1. Wettbewerbsrunde mit über 100 in den Regelbetrieb übernommenen Weiterbildungsangeboten und über 30 berufsbegleitenden Bachelorstudiengängen kann sich sehen und feiern lassen. Eine verstärkte Vertretung der Wirtschaft wäre allerdings wünschenswert gewesen, die im Sinne der Nachhaltigkeit für diese Ergebnisse hätte begeistert werden können.

Das Tagungsprogramm und weitere Impressionen können auf der Tagungswebseite nachgelesen werden: www.wettbewerb-offene-hochschulen-bmbf.de/service/veranstaltungen/stand-und-perspektiven-fuer-die-nachhaltige-etablierung.

Projektstand BEST WSG mit Maren Oberländer,
Michael Kriegel, Sebastian Wieschowski (v.l.n.r.)

Foto: Lucia Mihali
Tagungshalle

Foto: Lucia Mihali