Berufsintegrierte Studiengänge zur Weiterqualifizierung im Sozial- und Gesundheitswesen (BEST WSG)

"Aufstieg durch Bildung - Offene Hochschulen" lautet der Titel des durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung ausgeschriebenen Wettbewerbs, und ist zugleich Programm für den Abbau bestehender Hürden innerhalb des deutschen Bildungssystems - insbesondere für Nicht-Traditionelle Studierende und weitere besondere Zielgruppen.
Seit Oktober 2011 gehört auch das Verbundvorhaben "Berufsintegrierte Studiengänge zur Weiterqualifizierung im Sozial- und Gesundheitswesen" - "BEST WSG" zu den 26 bundesweit ausgezeichneten Projekten: In Kooperation mit der Fachhochschule der Diakonie (FHdD) konzentriert sich die Hochschule der Bundesagentur für Arbeit (HdBA) auf die Verbesserung der strukturellen Durchlässigkeit zwischen Teilbereichen des beruflichen und hochschulischen Bildungssystems. Durch die Schaffung innovativer, berufsbegleitender Studienformen an der FHdD sollen bestehende Barrieren zur Aufnahme oder Fortsetzung eines Studiums abgebaut werden. Dabei werden insbesondere die Bedürfnisse von Arbeitnehmern mit familiärer Verantwortung einbezogen.
Gleichermaßen im Mittelpunkt stehen die Anforderungen von Unternehmen der Sozialwirtschaft, in deren interne Personalentwicklungsstrategie das Bildungsangebot passen muss. Schwerpunkte der HdBA werden Forschungsvorhaben mit Blick auf ausgewählte Zielgruppen sein. Fachkräfte mit im Ausland erworbenen Kompetenzen im Kontext des Sozial- und Gesundheitswesens sind bei der Umsetzung des "Gesetzes zur Verbesserung der Feststellung und Anerkennung im Ausland erworbener Berufsqualifikationen" (BQFG) von Relevanz. Dieser Personenkreis wird als "Anschlussstudierende" bezeichnet. Die Ansprache und Gewinnung neuer Zielgruppen (Quereinsteiger, arbeitslose Menschen) für den Sozial- und Gesundheitsbereich wird ebenfalls einen weiteren Fokus bilden. Potenzialentfaltung leitungsinteressierte Frauen wiederum bezieht sich auf die strukturelle Durchlässigkeit innerhalb der Einrichtungen von Sozialunternehmen.
Mit einer Laufzeit bis März 2015 wird diese erste Förderphase insbesondere für die Konzeptions- und Forschungsarbeit sowie die erste Evaluation einzelner Pilotmaßnahmen genutzt werden.




